Verstoß gegen DSGVO

Instagram muss 405 Millionen Euro zahlen

Instagram muss in der EU 405 Millionen Euro Geldstrafe zahlen. Der Online-Dienst soll gegen den Datenschutz verstoßen haben.
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CSO | 06. September 2022 10:26 Uhr
Instagram soll gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen haben.
Instagram soll gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen haben.
Foto: Primakov - shutterstock.com

Die Datenschutzbehörde von Irland (Data Protection Commission, DPC) hat gegen Instagram eine Geldstrafe in Höhe von 405 Millionen Euro verhängt, wie Reuters unter Berufung auf die Data Protection Commission berichtet. Von der DPC liegt noch keine offizielle Mitteilung vor.

Daten von Minderjährigen wurden veröffentlicht

Der Grund für die Rekordstrafe: Instagram hat gegen das Datenschutzrecht verstoßen, und zwar in Zusammenhang mit den Daten von Kindern und Jugendlichen. Denn Instagram hatte es minderjährigen Nutzern im Alter zwischen 13 und 17 Jahren erlaubt, Geschäftskonten auf Instagram zu betreiben. Damit konnten die Minderjährigen aber ihre Telefonnummer und/oder ihre Mailadresse veröffentlichen.

Ein Sprecher von Meta (Instagram gehört zu Meta, dem Dachkonzern von Facebook) betonte, dass Instagram diese Einstellungen bereits vor mehr als einem Jahr geändert habe, wie der Deutschlandfunk meldet. Seitdem würden Jugendliche besser geschützt und deren Daten wären immer privat und nicht mehr frei zugänglich, so Meta. Instagram will Berufung gegen die Entscheidung der Data Protection Commission einlegen.

Instagram hat genauso wie Facebook oder Apple seine EU-Zentrale in Irland. Deswegen ist die irländische Data Protection Commission für Instagram zuständig.

Im Jahr 2021 verhängte die irländische Datenschutzbehörde eine Geldstrafe in Höhe von 225 Millionen Euro gegen das ebenfalls zu Meta gehörende Whatsapp: 225-Millionen-Euro-Hammerstrafe für Whatsapp – der Grund. Whatsapp klagt gegen die Geldstrafe vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). (PC-Welt)

Hans-Christian Dirscherl ist Redakteur der PC-Welt.