Produktion steht still

Hipp gehackt

Der Babynahrungshersteller Hipp wurde gehackt. Ein Großteil der Mitarbeiter konnte vorerst nicht arbeiten, die Ermittlungen laufen.
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CSO | 07. Oktober 2022 08:55 Uhr
Hipp wurde 1932 gegründet und beschäftigt weltweit rund 3.200 Mitarbeiter. Am Hauptsitz in Pfaffenhofen an der Ilm steht seit Anfang der Woche die Produktion still.
Hipp wurde 1932 gegründet und beschäftigt weltweit rund 3.200 Mitarbeiter. Am Hauptsitz in Pfaffenhofen an der Ilm steht seit Anfang der Woche die Produktion still.
Foto: Djordje Novakov - shutterstock.com

Bei Hipp, dem bayerischer Hersteller von Babynahrung, steht die Produktion still. Das Unternehmen hat einen Cyberangriff erlebt. In einer internen Meldung, die dem Bayerischen Rundfunk vorliegt, bestätigt Hipp den Sicherheitsvorfall und schreibt, das Unternehmen habe "alle tatsächlich und potentiell betroffenen IT-Systeme kontrolliert vom Netz genommen". Zum Ausmaß der Attacke und ob Hipp mit möglicherweise verschlüsselten Daten erpresst wird, gibt es keine Informationen. Mittlerweile sei die Kriminalpolizei eingeschalten worden und ermittele wegen Computer-Sabotage.

Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt

Am Standort Pfaffenhofen an der Ilm beschäftigt Hipp rund 1.200 Mitarbeiter. Die meisten von ihnen konnten Anfang der Woche, als sich der Cyberangriff ereignete, nicht arbeiten, da auch Telefon und E-Mail nicht funktionieren. Darüber, ob die Produktion mittlerweile wieder starten konnte, gebe es keine Informationen, da die Ermittlungen noch ganz am Anfang stünden.

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Melanie Staudacher ist Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist IT-Security.