Coca-Cola

Hacker verkaufen angeblich gestohlene Daten

Hacker haben wohl die Server von Coca-Cola geknackt. Die Cyberkriminellen bieten die gestohlenen Daten zum Kauf an.
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CSO | 28. April 2022 09:46 Uhr
Coca-Cola ist in Bedrängnis: Für mehr als 60.000 Euro will die Hacker-Gruppe Stormous gestohlene Daten des Konzerns verkaufen.
Coca-Cola ist in Bedrängnis: Für mehr als 60.000 Euro will die Hacker-Gruppe Stormous gestohlene Daten des Konzerns verkaufen.
Foto: gubernat - shutterstock.com

Hacker haben sich Coca-Cola vorgenommen, wie die US-IT-Nachrichtenseite Bleepingcomputer berichtet. Cola würde einer Behauptung der Hackergruppe „Stormous“ nachgehen, wonach dieser der Einbruch in das Netzwerk des Limonaden-Giganten gelungen sei und dabei Daten von einigen Servern stehlen konnten. Coca-Cola bestätigt den Hackerangriff bis jetzt aber nicht, sondern arbeitet derzeit mit Sicherheitsbehörden zusammen, um den Wahrheitsgehalt der Behauptung von „Stormous“ zu überprüfen.

Die „Stormous“-Hacker geben an, dass sie insgesamt 161 GB Daten von den Coca-Cola-Servern kopieren konnten. Die Hacker wollen diese Coca-Cola-Daten nun weiter verkaufen. 1,65 Bitcoin (umgerechnet derzeit rund 60.753 Euro) verlangen die Cybergangster für die gestohlenen Daten. Kaufinteressenten können sozusagen Beweismaterial sichten, um überprüfen zu können, dass es sich tatsächlich um Daten von Coca-Cola handeln würde. Unter den einsehbaren Daten befinden sich laut Bleepingcomputer komprimierte Dokumente und Textdateien mit Administratordaten, Mails und Passwörtern, Kontodaten und ZIP-Archive zu Zahlungsvorgängen sowie weitere sensible Daten.

Coca-Cola gewann makabre Abstimmung

Die Hackergruppe hatte zuvor auf ihrer Webseite abstimmen lassen, wen sie angreifen soll. Coca-Cola gewann angeblich diese Abstimmung mit deutlichem Vorsprung, woraufhin „Stormous“ seinen Hackerangriff auf Coca-Cola startete. Dafür brauchten die Cybergangster laut eigenen Angaben nur wenige Tage.

„Stormous“ behauptet, auch Epic erfolgreich angegriffen zu haben und von dem Videospielhersteller angeblich 200 GB Daten mit Angaben zu 33 Millionen Nutzern erbeutet zu haben. Epic hat diesen Datendiebstahl aber bis jetzt nicht bestätigt.

Übrigens: Stormous unterstützt im Ukraine-Krieg die russische Regierung. (PC-Welt)

Hans-Christian Dirscherl ist Redakteur der PC-Welt.