Massive IT-Probleme

Hacker legen Metro-Systeme lahm

Der Großhandelskonzern Metro kämpft seit einigen Tagen mit massiven IT-Problemen. Grund dafür ist eine Cyberattacke.
Von 
CSO | 24. Oktober 2022 12:55 Uhr
Cyberkriminelle haben sich in die Systeme von Metro gehackt. Sowohl die Märkte als auch der Online-Shop sind weiterhin verfügbar, allerdings kann es derzeit noch zu Störungen bei den Serviceleistungen kommen.
Cyberkriminelle haben sich in die Systeme von Metro gehackt. Sowohl die Märkte als auch der Online-Shop sind weiterhin verfügbar, allerdings kann es derzeit noch zu Störungen bei den Serviceleistungen kommen.
Foto: MDart10 - shutterstock.com

Das deutsche Großhandelsunternehmen Metro ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Wie der Konzern auf seiner Website bestätigt, komme es derzeit deshalb teilweise zu einem Ausfall der IT-Infrastruktur bei mehreren technischen Diensten. Zuvor hatte der IT-Experte Günter Born bereits über IT-Probleme bei Metro berichtet. Demnach wurden die Ausfälle zuerst am 17. Oktober bemerkt.

Zunächst hatte die Metro den Angriff weder bestätigt noch dementiert. Born zufolge gab es Berichte aus Filialen in Deutschland, Frankreich und Österreich, in denen das Kassensystem und die elektronische Preisauszeichnung an den Regalen der Filialen nicht mehr funktionierte. Auch das Online-Bestellsystem und die E-Mail-Kommunikation war demnach durch den Angriff beeinträchtigt.

Laut Metro haben die Märkte inzwischen Offline-Systeme eingerichtet, um Zahlungen zu verarbeiten. Online-Bestellungen würden weiterhin bearbeitet, es könne jedoch zu einzelnen Verzögerungen kommen. Bisher gibt es noch keine genauen Informationen zu dem Angriff. Um den Vorfall aufzuklären, hat das Unternehmen externe Experten hinzugezogen und die zuständigen Behörden informiert.

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Julia Mutzbauer ist  Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist Security.