US-Haftanstalt in Not

Hacker greifen US-Gefängnis an

Ein Cyberangriff auf Behördenrechner hat die Sicherheitssysteme eines Gefängnisses im US-Bundestaat New Mexico ausgeknockt.
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CSO | 14. Januar 2022 14:05 Uhr
Ein Hacker-Angriff auf ein Gefängnis in den USA sorgte dafür, dass die Sicherheitskameras nicht mehr funktionierten.
Ein Hacker-Angriff auf ein Gefängnis in den USA sorgte dafür, dass die Sicherheitskameras nicht mehr funktionierten.
Foto: josefkubes - shutterstock.com

In der vergangen Woche setze ein Hackerangriff die Sicherheitskameras sowie die elektronischen Türsysteme einer Haftanstalt im US-Bezirk Bernalillo außer Gefecht. Einem Gerichtsdokument zufolge konnte das Gefängnispersonal die Zellentüren nur noch manuell öffnen und verschließen. Die fehlende Kameraüberwachung stelle ein "erhebliches Sicherheitsrisiko für das Personal und die Häftlinge dar, wenn sie sich außerhalb der Zellen aufhalten", heißt es.

Deshalb wurde ein temporärer Lockdown über die Anstalt verhängt. Demnach dürfen sich die Häftlinge nur noch in ihren Zellen aufhalten und diese lediglich zur medizinischen Versorgung verlassen. Zudem können sie keine Besuche mehr empfangen.

Weitere Einrichtungen betroffen

Neben dem Gefängnis haben die Angreifer auch weitere Behörden des US-Distrikts lahmgelegt. So teilte die Bezirksverwaltung am Montag mit, aufgrund von "Cyber-Problemen" keine Heiratsurkunden, Wählerregistrierungen und Immobilientransaktionen durchgeführt werden könnten. Die Ursache für das Problem sei eine Ransomware-Attacke.

Die Frage, wer hinter den Angriffen steckt und wie lange sie dauern werden, kann derzeit nicht beantwortet werden. "Wir wissen es nicht" und "Wir können dazu nichts sagen, um die Ermittlungen und/oder die Wiederherstellungsbemühungen nicht zu gefährden", erklärt die Verwaltung auf ihrer Internetseite. Sie arbeite intensiv daran, die Systeme und Dienste so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Julia Mutzbauer ist Junior Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist Security.