Bayreuth

Cyberattacke auf Medi

Vor zwei Wochen wurde der Bayreuther Hersteller Medi von einer Cyberattacke getroffen. Möglicherweise sind Kundendaten in Gefahr.
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CSO | 22. August 2022 08:10 Uhr
Medi stellt medizinische Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe her.
Medi stellt medizinische Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe her.
Foto: Petia_is - shutterstock.com

Am 7. August teilte das Unternehmen Medi über LinkedIn mit, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. Bekannt ist die Firma aus Bayreuth für ihre medizinischen Produkte wie Kompressionsstrümpfe, Bandagen und Orthesen. Als Folge des Angriffs ist der IT-Betrieb stark eingeschränkt, die Webseite und das Telefon nicht erreichbar. Aus Sicherheitsgründen wurden die IT-Systeme vorsorglich heruntergefahren und ein Krisenteam arbeite an einer Lösung, damit man das Geschäft so schnell wie möglich wieder aufnehmen könne.

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Kundendaten in Gefahr?

Zwei Wochen später hat Medi weiterhin mit den Folgen des Cyberangriffs zu kämpfen und ist nur eingeschränkt erreichbar. Wie das Unternehmen am 18. August mitteilte, hätten die Cyberkriminellen bei der Attacke auch Zugriff auf Daten gehabt. Man könne nicht ausschließen, dass personenbezogene Daten betroffen seien.

Medi empfiehlt den Kunden, ihre Passwörter bei anderen Anbietern zu ändern, sollten sie dort dasselbe wie für Medi verwendet haben. Zudem sollten sie ihr E-Mail-Postfach vermehrt auf Spam-Nachrichten prüfen und ihre Kontobewegungen im Blick behalten. Wegen der laufenden Ermittlungen gibt es bisher keine weiteren Informationen zu dem Sicherheitsvorfall.

Melanie Staudacher ist Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist IT-Security.