ASG Gifhorn

Cyberattacke auf Kläranlage in Niedersachsen

Im niedersächsischen Gifhorn wird derzeit ein Cyberangriff auf die Kläranlage ASG untersucht. Möglicherweise sind doch Kundendaten betroffen.
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CSO | 02. August 2022 13:17 Uhr
Bis alle IT-Systeme der Kläranlage in Gifhorn wieder funktionieren, kann es noch dauern.
Bis alle IT-Systeme der Kläranlage in Gifhorn wieder funktionieren, kann es noch dauern.
Foto: Avatar_023 - shutterstock.com

Wie die Wolfsburger Nachrichten berichten, wurde der Abwasser- und Straßenreinigungsbetrieb der Stadt Gifhorn (ASG) am Morgen des 26. Juli Opfer eines Cyberangriffs. Zwar sei der Betrieb der Kläranlage nicht gestört worden, wie die Stadtverwaltung jedoch am 1. August mitteilte, bestehe die Möglichkeit dass personenbezogene Daten von Kunden des ASG betroffen seien.

Seit heute ist eine Hotline erreichbar, über die Kunden Fragen zu dem IT-Sicherheitsvorfall stellen können.

Angriff bei Support-Arbeiten entdeckt

Gegen fünf Uhr wurde die Attacke vom IT-Support des ASG entdeckt, der in der Nacht Arbeiten an dem IT-System durchgeführt hatte. Die Mitarbeiter lenkten sofort erste Maßnahmen ein. Noch am selben Tag wurde unter der Führung der Stadträtin Kerstin Meyer ein Krisenstab eingerichtet.

Gemeinsam seien die städtische IT, der ASG sowie externe IT-Experten daran, die Probleme zu beheben. "In einem ersten Schritt haben wir die Lage analysiert, um festzustellen, ob es sich eventuell nur um einen fingierten Angriff handeln könnte", sagte Kerstin Meyer. "Leider hat sich der Cyberangriff aber als solcher bestätigt. Wir befinden uns immer noch in der Phase der Analysen und haben somit noch keine abschließenden Erkenntnisse." Bis der ASG wieder voll arbeitsfähig ist, könne es noch bis zum Ende der Woche dauern.

Melanie Staudacher ist Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist IT-Security.