Mit Merkels Handynummer

Cyberattacke auf EZB-Chefin Lagarde

Mithilfe der echten Handynummer von Angela Merkel versuchten Hacker sich Zugriff auf das Whatsapp-Konto von EZB-Chefin Lagarde zu verschaffen.
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CSO | 12. Juli 2022 14:38 Uhr
Angela Merkel (li.) und Christine Lagarde 2016 in Berlin
Angela Merkel (li.) und Christine Lagarde 2016 in Berlin
Foto: photocosmos1 - shutterstock.com

Wie Focus Online berichtet, ist EZB-Chefin Christine Lagarde Opfer einer Cyberattacke geworden. Unbekannte Angreifer nutzten die scheinbar echte Handynummer der Altkanzlerin Angela Merkel und kontaktierten Lagarde per SMS.

Social-Engineering-Angriff auf Lagarde

Die Cyberkriminellen baten die Französin, das Gespräch auf Whatsapp weiterzuführen, da Nachrichten dort Ende-zu-Ende verschlüsselt seien und die Kommunikation damit sicherer wäre. Nach Informationen von Business Insider war Lagarde jedoch skeptisch und fragte telefonisch bei der Ex-Kanzlerin nach, ob diese sie wirklich über den Messenger-Dienst kontaktieren wolle. So flog der Schwindel auf.

Wie die Angreifer an Merkels echte Handynummer gelangten, ist bisher unklar. Inzwischen würden die Polizeibehörden in dem Fall ermitteln und auch der Verfassungsschutz und das BSI seien eingeschaltet. Erst vor einer Woche warnten die Behörden vor Social-Engineering-Attacken auf hochrangige Politiker.

Melanie Staudacher ist Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist IT-Security.