Vodafone Portugal

Cyberangriff sorgt für Netzwerkausfälle

Der Netzbetreiber Vodafone Portugal ist von einer schweren Cyberattacke betroffen. Der Angriff hat zahlreiche Dienste des Unternehmens lahmgelegt.
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CSO | 10. Februar 2022 13:36 Uhr
Ein Cyberangriff in Portugal führte dazu, dass viele Vodafone-Kunden nur eingeschränkt oder gar nicht telefonieren konnten.
Ein Cyberangriff in Portugal führte dazu, dass viele Vodafone-Kunden nur eingeschränkt oder gar nicht telefonieren konnten.
Foto: Arsenie Krasnevsky - shutterstock.com

Wie der Telekommunikationsanbieter Vodafone Portugal mitteilte, sorgte ein Cyberangriff am 7. Januar für eine massive Netzwerkstörung. Deshalb war das Mobilfunknetz des Betreibers auf Basis von 3G, 4G und 5G nur eingeschränkt nutzbar. Auch das Festnetz, SMS-Dienste, Sprachboxen und Internet-TV waren betroffen.

Nach eigenen Angaben konnte das Unternehmen zumindest die 3G-Dienste recht schnell wieder herstellen. Doch in Bezug auf die anderen Dienste habe die Schwere des Angriffs größere und länger andauernde Arbeiten zur Folge, hieß es. Mário Vaz, Geschäftsführer von Vodafone Portugal spricht von einer "kriminellen Handlung", die eindeutig darauf abgezielt habe, das Netz außer Betrieb zu setzen.

Rettungsdienste betroffen

Einige Dienste würden zwar wieder laufen, jedoch "mit einem hohen Maß an Unsicherheit", so Vaz. Der Geschäftsführer räumte ein, dass es etwa beim Rettungsdienst INEM und einigen Feuerwehren, die vom Vodafone-Netz abhängen, "Auswirkungen auf die normalen Abläufe" gebe. Das Unternehmen arbeite "weiterhin sehr eng mit dem INEM-Team zusammen".

Laut Vodafone gibt es keine Anzeichen dafür, dass auf Kundendaten zugegriffen oder diese kompromittiert wurden. Der Anbieter betont, dass sich ein "erfahrenes Team" von Cybersicherheitsexperten zusammen mit den zuständigen Behörden um den Vorfall kümmere.

Julia Mutzbauer ist  Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist Security.