Verhandlung mit Hackern

Cyberangriff auf Klinikum Lippe bestätigt

Das Klinikum Lippe hat nach intensiven Verhandlungen mit den Angreifern seine Daten zurück. Mit den Auswirkungen des Cyberangriffs hat die Organisation jedoch nach wie vor zu kämpfen.
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CSO | 02. Dezember 2022 09:04 Uhr  Update
Das Klinikum Lippe hat seine IT-Systeme vom Netz genommen, um die Auswirkungen eines Cyberangriffs zu reduzieren.
Das Klinikum Lippe hat seine IT-Systeme vom Netz genommen, um die Auswirkungen eines Cyberangriffs zu reduzieren.
Foto: Sashkin - shutterstock.com

Am Morgen des 17. Novembers haben die Überwachungssysteme des Klinikums Lippe Alarm geschlagen. Als Vorsichtsmaßnahme wurden die IT-Systeme heruntergefahren und vom Netz getrennt. Obwohl die Patientenversorgung sichergestellt ist, sind alle drei Standorte in Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen nur telefonisch und per Fax erreichbar.

Das Klinikum bestätigte, dass die Ursache ein "massiver externer Hackerangriff" sei. Nach intensiven Verhandlungen mit den Hackern habe man die notwendigen Daten zur Entschlüsselung der Systeme erhalten. Ob und wie viel Lösegeld für die Freigabe der Daten gezahlt wurde, ist nicht bekannt. "Damit können wir davon ausgehen, dass der Cyberangriff beendet ist, was allerdings nicht bedeutet, dass dieser keine weiteren Auswirkungen zeigen wird", heißt es in dem Statement. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass es zu fortlaufenden Störungen der IT-Systeme kommen kann."

Als Reaktion auf die Attacke waren alle Systeme offline genommen worden, um weiteren Schaden zu verhindern. Die Wiederherstellung der Systeme werde einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Klinik diese "im Grundsatz neu aufsetzen wird". Unterstützung bei der Untersuchung des Cyberangriffs erhält das Klinikum von externen Spezialisten des Landeskriminalamtes.

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Melanie Staudacher ist Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist IT-Security.