BlackCat schlägt wieder zu

Cyberangriff auf europäische Gas-Pipeline

Erneut hat die Hackergruppe BlackCat zugeschlagen und Ende Juli den Energieversorger Encevo lahm gelegt. Viel ist allerdings nicht über den Angriff bekannt.
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CSO | 05. August 2022 09:50 Uhr
Die Energieversorgung hat der Cyberangriff auf Encevo zum Glück nicht beeinträchtigt. Die Online-Dienstleistungen allerdings schon.
Die Energieversorgung hat der Cyberangriff auf Encevo zum Glück nicht beeinträchtigt. Die Online-Dienstleistungen allerdings schon.
Foto: Kodda - shutterstock.com

Ende Juli wurde der luxemburgische Energieversorger Encevo Opfer einer Cyberattacke. Das Tochterunternehmen Creos Luxemburg, welches Erdgasleitungen und Stromnetze in Europa betreibt, konnte am Wochenende des 22. Juli einige Online-Dienste nicht mehr bereitstellen. Wie die Unternehmensgruppe auf ihrer Webseite mitteilt, könne sie aufgrund der laufenden Ermittlungen keine Informationen darüber geben, wer hinter der Attacke stecken könnte. Währenddessen hat sich die Hackergruppe BlackCat, auch bekannt als ALPHV, zu dem Cyberangriff bekannt.

Eine leere Drohung?

Am 30. Juli fügte BlackCat Bleeping Computer zufolge die Encevo-Tochter Creos der Liste ihrer Opfer hinzu. Auf ihrer Erpressungsseite drohten die Hacker, 180.000 gestohlene Dateien mit einer Größe von insgesamt 150 GB zu veröffentlichen. Zu den Dateien gehören Verträge, Pässe, Rechnungen und E-Mails. Ob Encevo eine Lösegeldforderung erhielt und ob die Daten veröffentlicht wurden, ist nicht bekannt. Auswirkungen auf die Energieversorgung hatte der Cyberangriff bisher nicht.

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Melanie Staudacher ist Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist IT-Security.