Kein Hackerangriff

Ausfall von Cloudflare-Diensten geklärt

Am Morgen des 22. Juni waren weltweit Webseiten und Online-Dienste nicht verfügbar. Die Gemeinsamkeit der Angegriffenen: Sie sind alle Kunden von Cloudflare.
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CSO | 22. Juni 2022 14:11 Uhr
Discord, Shopify, Grindr, Fitbit und viele mehr: Am Dienstagmorgen meldete Cloudflare eine Störung, wegen der Internetdienste und Webseiten weltweit offline waren.
Discord, Shopify, Grindr, Fitbit und viele mehr: Am Dienstagmorgen meldete Cloudflare eine Störung, wegen der Internetdienste und Webseiten weltweit offline waren.
Foto: fizkes - shutterstock.com

Von 8:27 Uhr bis 9:42 Uhr waren am Dienstagmorgen zahlreiche Messenger-Dienste, Blogs und Online-Shops nicht mehr erreichbar. Grund dafür war, dass der DNS-Dienst des Anbieters Cloudflare, der eigenen Angaben zufolge weltweit sechs Millionen Kundenwebseiten schützt, ausgefallen ist.

Wie Cloudflare online berichtet, beeinträchtigte der Ausfall 19 Rechenzentren, die einen Großteil des weltweiten Datenverkehrs abwickeln. Verursacht wurde die Unterbrechung durch eine Änderung der Netzwerkkonfiguration, die die Ausfallsicherheit der Dienste erhöhen sollte.

Kein Cyberangriff

"Wir bedauern diesen Ausfall sehr", so das Statement von Cloudflare. "Dies war unser Fehler und nicht das Ergebnis eines Angriffs oder einer böswilligen Aktivität." Auch wenn hinter dem Ausfall keine Cyberattacke steckt, werden Unternehmen, die Cloudflare-Dienste nutzen, einen Rückgang ihrer Klickraten während dieses Zeitraums festellen. Das wiederum dürfte sich in vielen Fällen negativ auf den Umsatz ausgewirkt haben.

Wiederholt Störungen bei Cloudflare

Bereits in der vergangenen Woche hat der DNS-Anbieter Probleme in Indien, Indonesien und Osteuropa beheben müssen. Ähnliche Störungen hatte Cloudflare auch im Sommer 2020 gehabt. "Dies ist kein gutes Zeichen für ein Unternehmen, das Dienste bewirbt, mit denen seine Kunden Ausfallzeiten reduzieren können", kommentiert das amerikanische Technikportal The Verge.

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Melanie Staudacher ist Editor bei CSO. Ihr Schwerpunkt ist IT-Security.